Was Dein Zuhause mit Selbstliebe zu tun hat

Unser Zuhause ist der Ort, an dem wir endlich mal „ICH“ sein können. Wir zeigen uns dort so, wie wir sind. Mit all unseren Träumen und auch mit den Dingen, die wir niemanden sonst sehen lassen wollen..

Wenn die Wände in unserem Zuhause sprechen könnten, dann würden sie Geschichten erzählen von unendlicher Freude (wie zum Beispiel unsere Reaktion auf die ersten Schritte unserer Kinder) und auch unendlicher Traurigkeit und Frust (wie zum Beispiel die Verzweiflung, die wir an manchen Tagen spüren, oder den Streit, den wir manchmal haben).

Unser Zuhause ist ein Ort für all die Schätze unserer Vergangenheit und all die Wünsche für unsere Zukunft. Und es ist der Ort, an dem wir Energie tanken (sollten).

Ich persönlich empfinde mein Zuhause als einen Tempel! Es soll mir ein Zufluchtsort sein, eine Energiequelle und ein Ort der Regeneration! Ein Ort, an dem ich ich sein kann. An dem ich aber auch wachsen kann.

Genau deshalb möchte ich diesen Ort so gut behandeln, wie ich nur kann. Denn das schlägt sich nachher natürlich auch auf mein Gemüt und meine Motivation nieder.

Wenn ich mein Zuhause pflege, dann pflege ich einen Teil von mir selbst.

Wenn ich mein Zuhause liebe, dann liebe ich einen Teil von mir selbst. Es ist eine Art von Selbstliebe.

Sehr gut! Dann bist Du hier genau richtig.



Die 3 Ebenen der Selbstliebe

Nach meinem Verständnis besteht Selbstliebe aus 3 Ebenen.

AKZEPTANZ:

Wir sind wer wir sind, in allen Facetten. Mit allen unseren Fehlern, Ecken und Kanten. Auch all die Dinge, die vielleicht nicht der Norm entsprechen. All die Dinge, die andere an uns immer bemäkeln. Und auch all die Dinge, die wir an uns selbst nicht mögen.

Erst, wenn wir all diese Dinge als Teil unseres Selbst akzeptieren, sind wir in der Lage, uns selbst zu lieben.

WACHSTUM:

Die zweite Ebene der Selbstliebe ist unser Wachstum. Denn, dass wir uns akzeptieren, wie wir sind, bedeutet nicht, dass wir nicht an uns und unserer Persönlichkeit arbeiten können.

Ein Beispiel: ich bin mein Leben lang unorganisiert gewesen. Das liegt an bestimmten Dingen, die ich erlebt habe, Glaubenssätze, die sich in mir drin gebildet haben, und der kontinuierlichen Überzeugung, dass ich unorganisiert bin, was natürlich weitere Erlebnisse dieser Unorganisiertheit zur Folge hat.

Erst in den letzten Jahren bin ich mir darüber bewusst geworden, dass es zwei Möglichkeiten gibt. ENTWEDER: ich bin von Natur aus unorganisiert, und dann kann ich lernen, organisierter zu werden.

ODER: ich bin unorganisiert geworden, weil ich irgendwann überzeugt davon war, dass ich unorganisiert bin, und auch dann kann ich lernen, organisierter zu werden.

Also wie Du siehst, schließen sich Akzeptanz und Wachstum nicht gegenseitig aus.

Wenn Du Dich mit den Dingen kleidest und umgibst, die Du liebst, wird Dein Zuhause zu Deinem persönlichen Paradies! Marie Kondo
Du kannst diesen Spruch als Inspiration bei Pinterest speichern!
SELBSTBEWUßTSEIN:

Jetzt kommt der wichtige Knackpunkt, an dem viele scheitern. Selbstliebe hat natürlich auch mit Selbstbewusstsein zu tun. Denn Selbstbewusstsein braucht man, sowohl dafür, sich selbst bedingungslos zu akzeptieren, als auch dafür, zu wachsen.

Es bedarf einer großen Portion Mut, zu sagen: „Ich bin ok, so wie ich bin. Es ist nichts falsch an mir. Ich bin genug!“

Und auch wer wachsen möchte, der muss jeden Morgen selbstbewusst genug sein, sich auf den Weg zu machen. Jeden Morgen die Entscheidung treffen, dass man den Tag nicht einfach vorbeiziehen lässt.


Wie behandle ich mein Zuhause mit Selbstliebe?

So, aber wie genau beziehen wir nun das Ganze auf unser Zuhause?

1. Entrümpeln

Einer der ersten Punkte, die ich meiner Checkliste für mehr Selbstliebe stehen habe (Du findest diese Checkliste in meinen kostenlosen Ressourcen!), ist, zu entscheiden, mit welchen Menschen und welchen Dingen wir uns umgeben wollen.

Das ist eine der ersten Dinge, die auch für unser Zuhause gelten. Jedes Teil in unseren 4 Wänden sollte handverlesen sein. Und ich meine das tatsächlich wörtlich!

Wir sollten in regelmäßigen Abständen jedes Teil in unserem Zuhause in die Hand nehmen, und entscheiden, ob wir es mit in unsere Zukunft mitnehmen wollen.

Löst es eine innere Freude aus? Oder versetzt es Dich in helle Erregung? Wenn ja, super! Behalten, wenn möglich sogar richtig im Zuhause ausstellen.

Und ja, dann können es auch mal 40 Paar Schuhe sein, wenn Schuhe Deine Leidenschaft sind.

Oder die 150 Bücher, von denen Leseratten so schlecht loslassen können. Alles darf! Keiner soll zum Minimalisten werden.

ABER auch jedes Buch und jedes Paar Schuhe sollten in die Hand genommen werden. Denn jedes einzelne Objekt hat es verdient, betrachtet und wahrgenommen zu werden, anstatt in einer Masse unterzugehen.

Dir graut es schon davor, 150 Bücher einzeln in die Hand zu nehmen? Dann hast Du zu viele.

2. Wertschätzen

Dein Zuhause hat es verdient, dass Du es wert schätzt. Und dazu gehört auch das Aufräumen und das Saubermachen.

Die gute Nachricht ist, wenn Du Dich tatsächlich nur noch mit Dingen umgibst, die Freude in Dir auslösen, dann wird es Dir nicht mehr wie eine Pflicht vorkommen. Sondern es wird zu einem Privileg!

Was genau passiert, wenn Du die Dinge in Deinem Zuhause wertschätzt?

  • Es bekommt einen festen Platz. Einen, an dem es Dir seine Freude schenken kann. An dem es seine Wirkung entfalten kann.
  • Du wirst es nicht als Pflicht empfinden, dieses Teil sauber zu halten. Es wird Dir wie ein Privileg vorkommen, dieses Teil sauber halten zu dürfen.
  • Es wird nicht untergehen in der Masse. Es wird die Wichtigkeit bekommen, die es verdient hat. Und Du wirst das Aufräumen als Art ansehen, jedes Teil wieder an seinen festen Platz, in sein eigenes Zuhause zu bringen.


3. Akzeptieren

Ich sehe es ein. Nicht jedes Zuhause ist perfekt! Und so wie wir uns selbst mit all den Imperfektionen akzeptieren, sollten wir auch unser Zuhause akzeptieren. So wie es ist, mit all seinen nicht ganz perfekten Dingen.Du wohnst unter’m Dach? Ok, wenn es Dich stört und Du das gerne ändern würdest, dann such Dir eine neue Wohnung (Wachstum), aber lerne Deine bis dahin schätzen (Akzeptanz).
Du kannst momentan nicht umziehen, aus welchen Gründen auch immer? Dann solltest Du Deine jetzige Wohnung erst Recht schätzen lernen, denn sonst wird Deine eigentliche Energiequelle wieder zu einer verhassten Belastung. Dein Zuhause ist Dein Tempel. Aber nicht die Lage oder die Zusammensetzung macht es dazu, sondern Deine eigene Liebe und Wertschätzung dazu.

4. Facetten Deiner Persönlichkeit

Ich kann Dir blind sagen, dass jeder Raum in Deinem Zuhause Potenzial hat. Das Potenzial, mehr zu sein. Eine Küche ist nicht nur ein Raum, in dem Essen zubereitet wird. Es ist ein Raum, in dem Du Dich um Deinen Körper kümmerst, in dem Du ihm gesunde Lebensmittel zubereitest. Es ist ein Raum, in dem Deine Kinder lernen, wie viel Spaß man beim Kochen haben kann. Es ist ein Raum, in dem die meisten Familientreffen stattfinden. Es ist der Raum, in dem in fast jeden Zuhause am meisten Leben ist.
Dein Schlafzimmer ist nicht nur die Herberge Deines Kleiderschranks und Deines Bettes. Es ist der Raum, in dem Du Deinem Körper die Ruhe und Entspanntheit gibst, die es braucht. Es ist der Raum, in der die Liebe zu Deinem Partner häufig körperlich und leidenschaftlich wird. Es ist der Raum, in dem Du Dich so zurecht machst, wie Du Dich der Welt präsentieren möchtest.
Dein Zuhause ist voller Räume, die nicht nur aus 4 Wänden, Boden und Decke bestehen. Sie sind Räume voller Wünsche, Träume und Ziele.

Dein Zuhause ist ein Ausdruck Deiner Persönlichkeit. Und jeder Raum repräsentiert andere Facetten.
Und so wie Deine Energie in Dein Zuhause strömt, so strömt auch die Energie Deines Zuhauses zu Dir. Auch ein vollgemüllter Keller oder seit Monaten nicht behandelte Fensterscheiben. Du magst Dir nicht jeden Tag diese Dinge bewusst anschauen oder darüber nachdenken, aber sie sind immer in Deinem Unterbewußtsein.

Denn auch Dein zugerümpelter Keller ist eine Facette Deiner Persönlichkeit. Er repräsentiert die Dinge, zu denen Du noch keine Entscheidung getroffen hast. Dinge, von denen Du nicht loslassen kannst. Zum Beispiel die Kleidung, aus der unsere Kinder schon rausgewachsen sind. Oder kaputte Dinge, für die wir uns noch keine Zeit genommen haben.

Löst es Freude aus? Marie Kondo
Du kannst diesen Spruch als Inspiration bei Pinterest speichern!
5. Zuhause neu definieren

Wenn Du Dir darüber klar wirst, welche Deiner Gefühle jeder Raum widerspiegelt, dann wirst Du wissen, ob Du dieser Facette Deiner Persönlichkeit genügend Aufmerksamkeit schenkst, oder nicht.

Nachdem wir uns im April mit dem Entrümpeln beschäftigt haben, und der Mai dafür da ist, eine neue Pflege-Routine für’s Zuhause zu entwickeln, dreht es sich im Juni hier bei All About Glück immer genau darum, dass Zuhause neu zu definieren. Und wie machen wir das?

  1. Liste alle Deine Räume auf.
  2. Frag Dich, wofür Du diesen Raum nutzen möchtest.
  3. Frag Dich, wie Du Dich in diesem Raum fühlen möchtest.
  4. Schreib auf, welche Dinge Du unbedingt in diesem Raum haben möchtest.
  5. Schreib auf, welche Dinge Du auf keinen Fall mehr in diesem Raum haben möchtest.
  6. Liste auf, welche Projekte Du schon immer mal in diesem Raum machen wolltest, und Dir immer entweder die Zeit, das Geld oder der Mut fehlte.
  7. Nimm Dir Deinen Kalender zur Hand und plane ein festes Datum für jedes dieser Projekte.
  8. Sollte Dir das Geld noch fehlen, schreib genau auf, wie viel Geld Du exakt dafür brauchst. Dann schreib eine Liste mit Dingen auf, die Du verkaufen kannst, um Geld dafür zu sparen. Oder lege jeden Monat 1% Deines Einkommens für dieses Projekt zurück.

Definiere Dein Zuhause neu - das Workbook!

Für all diejenigen von Euch, die gar nicht genau wissen, wo sie mit den Projekten anfangen sollen, oder was sie an ihrem Zuhause gerne verändern möchten habe ich noch einen Tipp: PINTEREST (verlinken)!

Auf Pinterest findest Du so viel Inspiration, dass es für mehrere Leben reicht! Eröffne ein neues Board und füge diesem Board so viele Unterordner zu wie Du Räume hast. Und dann kann der Spaß beginnen. Gib einfach Suchwörter ein wie “schöne Schlafzimmer” und dann schau einfach mal, was Dir so ins Auge springt.

Denk immer daran, Dein Zuhause ist Dein Tempel.

6. Selbstbewußtsein

Auch wenn man sein Zuhause mit Selbstliebe fluten möchte, muss man eine ganze Portion Selbstbewusstsein an den Tag legen. Denn es ist nicht leicht, jeden Morgen die Entscheidung zu treffen, sich um sein Zuhause liebevoll zu kümmern. Und es ist nicht einfach, zu entscheiden, eine bestimmte Menge Geld in sein Zuhause zu investieren. Hier also noch ein Tipp, wenn Dir Zweifel kommen:

Schließe Deine Augen und stell Dir vor, Dein Zuhause würde genauso aussehen, wie Du es Dir immer vorgestellt hast. Stell Dir vor, welches Gefühl das in Dir auslösen würde, wenn Du heimkommst. Stell Dir vor, welches Glück Du empfinden würdest. Es wäre unbeschreiblich, oder? Meinst Du nicht, dass Du es Dir wert bist, jeden Tag nach Hause zu kommen, und glückselig zu sein? Ist das nicht die Essenz von Selbstliebe?


In diesem Sinne wünsche ich Dir einen unfassbar großartigen und kreativen Tag!

Verena

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